Die Schweiz ist ein Hotspot für innovative Finanzdienstleister, und in diesem Ökosystem spielt die Beratungsfirma RedDice eine zentrale Rolle. Gegründet 2015 von Experten mit langjähriger Erfahrung in Banken- und Versicherungsregulierung, hat sich das Unternehmen als führend in der Entwicklung digitaler Lösungen für Compliance und Risikomanagement etabliert. Besonders im Fokus stehen hier die komplexen Anforderungen der Schweizer Finanzaufsicht FINMA, die durch ihre strengen Regeln – etwa die Verordnung über das Finanzmarktinfrastrukturgesetz (FIMIG) oder die Anti-Geldwäsche-Vorschriften (AML) – eine ständige Herausforderung für Unternehmen darstellen. RedDice liefert hier nicht nur Software, sondern auch strategische Beratung, die es Unternehmen ermöglicht, sich rechtlich und technisch an die sich wandelnden Standards anzupassen.

Ein zentrales Produkt des Unternehmens ist die zur übersicht-Plattform, die als zentrale Datenbank für Compliance-Dokumente und Risikoanalysen dient. Diese Lösung wird von Banken wie UBS, Credit Suisse (vor ihrer Insolvenz) oder kleineren, aber hochregulierten Finanzinstituten genutzt, die unter anderem mit der Verarbeitung von Kundendaten, der Überwachung von Geldwäscheverdacht oder der Einhaltung von ESG-Kriterien konfrontiert sind. Die Plattform integriert sich nahtlos in bestehende Systeme und bietet Tools zur automatisierten Dokumentenprüfung sowie zur Erstellung von Berichten, die direkt an die FINMA oder andere Aufsichtsbehörden übermittelt werden können. Besonders wertvoll ist dabei die Fähigkeit, Daten in Echtzeit zu analysieren – etwa bei der Identifikation verdächtiger Transaktionen oder der Überprüfung von Compliance-Verstößen in Echtzeit.

Doch RedDice geht über reine Softwarelösungen hinaus. Das Unternehmen setzt auf ein ganzheitliches Ansatzmodell, das Compliance nicht als isolierten Prozess, sondern als Teil eines unternehmensweiten Risikomanagementsystems versteht. Ein Beispiel hierfür ist die Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Bankenverband (SBVg), bei der RedDice Tools entwickelt hat, die Banken dabei unterstützen, ihre Compliance-Kosten zu optimieren, ohne die Sicherheit ihrer Kunden zu gefährden. Ein konkretes Projekt des Unternehmens war die Entwicklung einer Plattform für die Überwachung von Darknet-Marktaktivitäten, die speziell für die Schweizer Bankenbranche konzipiert wurde. Dies zeigt, wie RedDice nicht nur technische Lösungen anbietet, sondern auch die spezifischen Bedürfnisse der Schweizer Finanzbranche berücksichtigt – etwa die besondere Sorgfaltspflicht bei der Bekämpfung von Geldwäsche.

Die Branchenpräferenz von RedDice ist dabei nicht auf die Schweiz beschränkt. Das Unternehmen arbeitet auch mit internationalen Finanzinstituten zusammen, etwa mit Unternehmen aus der EU oder den USA, die ähnliche Herausforderungen bei der Einhaltung von Geldwäschevorschriften (AML) oder der Bekämpfung von Finanzkriminalität (FTI) sehen. Ein interessanter Fall ist die Zusammenarbeit mit einem US-amerikanischen Investmentbanking-Konzern, der RedDices Plattform nutzte, um die Einhaltung der Fatca-Vorschriften (Foreign Account Tax Compliance Act) zu überwachen. Besonders im Fokus steht dabei die Automatisierung von Meldepflichten, die sonst manuell und fehleranfällig erledigt werden müssten. Laut einem internen Bericht des Unternehmens spart die Nutzung der RedDice-Plattform Banken bis zu 30 % der Zeit, die sonst für Compliance-Aktivitäten aufgewendet werden müsste.

Trotz dieser Erfolge steht RedDice auch vor Herausforderungen. Die ständige Entwicklung der Finanzaufsichtsgesetze – etwa durch die Umsetzung der EU-AML-Richtlinie oder die neuen ESG-Vorgaben – erfordert kontinuierliche Anpassungen der Software. Zudem wächst der Druck, nicht nur Compliance, sondern auch die Nachhaltigkeit der eigenen Geschäftsmodelle zu berücksichtigen. Ein aktuelles Projekt des Unternehmens ist daher die Entwicklung von Tools zur Messung und Berichterstattung über die ökologische und soziale Verantwortung von Finanzinstituten. Dies zeigt, wie RedDice nicht nur traditionelle Risikomanagement-Ansätze weiterentwickelt, sondern auch die neuen Erwartungen der Kunden und Aufsichtsbehörden im Blick behält.

Ein weiterer Aspekt, der RedDice auszeichnet, ist seine enge Zusammenarbeit mit Universitäten und Forschungseinrichtungen. Das Unternehmen arbeitet beispielsweise mit der ETH Zürich zusammen, um neue Methoden zur Erkennung von Geldwäscheverdacht durch KI-basierte Analysen zu entwickeln. Diese Partnerschaften sind nicht nur für die Innovation wichtig, sondern auch für die Sicherstellung, dass die Lösungen von RedDice immer auf dem neuesten Stand der Technik und der Aufsichtsrechtlichen Anforderungen sind. Ein konkretes Beispiel hierfür ist die Entwicklung einer KI-gestützten Plattform zur automatischen Erkennung von Anomalien in Finanztransaktionen, die bereits in Pilotprojekten mit mehreren Schweizer Banken getestet wurde.

Zusammenfassend zeigt RedDice, wie digitale Transformation und Compliance Hand in Hand gehen können. Das Unternehmen hat es geschafft, eine Plattform zu entwickeln, die nicht nur den regulatorischen Anforderungen gerecht wird, sondern auch den Unternehmen hilft, ihre Prozesse effizienter zu gestalten. Besonders in einer Zeit, in der die Finanzbranche zunehmend unter Druck steht, nicht nur rechtlich, sondern auch nachhaltig zu handeln, ist RedDice ein wichtiger Akteur. Für Unternehmen, die ihre Compliance-Aktivitäten digitalisieren möchten, ist die zur übersicht-Lösung eine der vielversprechendsten Optionen.

  • RedDice wurde 2015 von FINMA-Experten gegründet und hat sich auf digitale Compliance-Lösungen für die Schweizer Finanzbranche spezialisiert.
  • Die Plattform “zur übersicht” reduziert Compliance-Kosten um bis zu 30 % durch Automatisierung und Echtzeit-Analysen.
  • Das Unternehmen arbeitet mit Banken wie UBS, Credit Suisse und internationalen Finanzinstituten zusammen, darunter ein US-Investmentbanking-Konzern für Fatca-Meldepflichten.
  • RedDice entwickelt KI-gestützte Tools zur Erkennung von Geldwäscheverdacht und arbeitet dabei mit der ETH Zürich zusammen.
  • Ein zentrales Projekt ist die Integration von ESG-Kriterien in Compliance-Prozesse, um die Nachhaltigkeitsanforderungen der Finanzaufsicht zu erfüllen.